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Zylinderkopf Schrauben wechseln?

Verfasst: 19. Aug 2018, 21:29
von Tom2107
Hallo zusammen,
hatte meine Zylinderkopfdichtung wechseln müssen und habe wohl ne schlechte Dichtung erwischt. hatte keine von Payen. nach 1000 km ist die zwischen 1 und 2 Zylinder durch.
Will nun alles richtig machen - aber auch nicht unnötig Geld rauswerfen.
Werde deshalb wohl

- Den Kopf vom Profi prüfen lassen - wurde vor 20 Jahren schon mal geplant.
- Ne Payen Dichtung nehmen - wobei ich nicht weiss wie dick die dann sein muss und woran ich sehe wie dick die ist.
- Hatte auch den Eindruck dass ein Zylinderkopf Stehbolzen nicht mehr richtig greift. Ist da eher das Gewinde im Block oder am
Stehbolzen defekt. Wie rep. man am besten dann den Block ?
- MUSS man die Zylinderkopfstehbolzen tauschen?- Sind ja wohl keine modernen Dehnschrauben.
- hier liest man ja alle möglichen Werte zu Anziehen - gibt es nun einen richtigen Fachmann der den perfekten Anzugswert und
Nachstellwert nach wie vielen km kennt?

Finde es ja immer klasse hier alles zu lesen - doch bitte kein Pseudowissen verbreiten sondern nur fundierte Antworten auf meien Fragen .- verwirrt sonst nur.

Vilen Dank
auf dass er bald wieder läuft .

Ciao Tom

Re: Zylinderkopf Schrauben wechseln?

Verfasst: 19. Aug 2018, 22:34
von Rolf
Hast du dich hier eigentlich schon vorgestellt? Ich glaube nicht. Am besten nachholen, sonst schimpft Jogi wieder. :wink: Aber ein paar Beiträge hast du hier ja schon geschrieben.

Was hast du für einen Motor? Das wäre schon interessant zu wissen... Sonst kann man keine "fundierte Antwort" geben. Beim 1500er gibt es zum Beispiel ZKDs für Köpfe mit und ohne Recess.

Die Drehmomente und die Reihenfolge beim Anziehen stehen ganz fundiert im Werkstatthandbuch. Das hast du ja bestimmt, denn sonst würdest du dich ja sicher nicht an so eine Reparatur wagen...

Nein, man braucht keine neuen Zylinderkopfschrauben. Man muss sie aber nachziehen und es sind natürlich keine modernen Dehnschrauben. Nachziehen aber nicht nach einer bestimmten km-Zahl, sondern wenn der Motor mal über längere Zeit richtig heiß gefahren wurde. Und dann muss natürlich das Ventilspiel auch wieder eingestellt werden.

Grüße
Rolf

Re: Zylinderkopf Schrauben wechseln?

Verfasst: 19. Aug 2018, 23:14
von Andi
Wenn ein Stehbolzen nicht mehr richtig greift dann kannst du auch keinen Drehmoment drauf geben.
Die Aussage du hast den Eindruck --ist also wiedersinnig.
Und obs die Bohrung oder der Bolzen ist-hast du dir die Gewinde nicht angeschaut beim Dichtungswechsel?

Re: Zylinderkopf Schrauben wechseln?

Verfasst: 20. Aug 2018, 06:17
von MKIII
Rolf hat geschrieben: 19. Aug 2018, 22:34..........Was hast du für einen Motor? Das wäre schon interessant zu wissen... Sonst kann man keine "fundierte Antwort" geben. Beim 1500er gibt es zum Beispiel ZKDs für Köpfe mit und ohne Recess.
......
Der Recess ist im Block!
Es sind keine ZK Schrauben sondern Stehbolzen!

Re: Zylinderkopf Schrauben wechseln?

Verfasst: 20. Aug 2018, 10:29
von Rolf
Klar - der Recess ist die Kante oben am Rand des Blocks.

Klar - mit "Schrauben" meint Tom sicherlich die Stehbolzen.

Noch ein Tipp fürs Nachziehen der Zylinderkopfschrauben (für MKIII: "Zylinderkopfstehbolzenmuttern"): Nicht einfach nur mit dem vorgegeben Drehmoment anziehen, sondern erst eine viertel bis halbe Umdrehung lösen ("Losbrechmoment") und dann korrekt anziehen. Natürlich bei kaltem Motor und jede Mutter einzeln.

Grüße
Rolf

Re: Zylinderkopf Schrauben wechseln?

Verfasst: 20. Aug 2018, 11:03
von MKIII
Rolf hat geschrieben: 20. Aug 2018, 10:29 Klar - der Recess ist die Kante oben am Rand des Blocks.

Klar - mit "Schrauben" meint Tom sicherlich die Stehbolzen....
Dann kann man es doch auch so nennen, nicht jedem ist es klar und auch nicht jeder weis was Tom sicherlich meint, bzw denkt. :roll:
Und es sind keine Zylinderkopfstehbolzenmuttern, es sind die Zylinderkopfmuttern die nachgezogen werden :wink: nicht nur für mich.

Re: Zylinderkopf Schrauben wechseln?

Verfasst: 21. Aug 2018, 13:38
von Brüchi
Hi Tom

Die Stehbolzen sind eigentlich von ganz guter Qualität...was man von den Muttern ( erst recht die Nachbauten) nicht sagen kann.
Mach beim ZK Wechsel auch die Stehbolzen raus, reinige die Gewinde im Block und am Stehbolzen.
Eine eventuell defektes Gewinde sieht man dann sofort.

Sprich: fast immer geht das Gewinde der Mutter kaputt !

Kauf Dir gute, härtere ZK Muttern und Unterlagscheiben, Anzugsdrehmoment 65 - 70 Nm.
Nachziehen nach ca 500 - 1000 KM ( Hauptsache man macht's, wird oft vergessen)



Dazu ne Dichtung von Payen....und alles wird gut :top:

Re: Zylinderkopf Schrauben wechseln?

Verfasst: 22. Aug 2018, 16:30
von Tom2107
Hallo dann danke für die Nachrichte.

Also ich bin der Tom aus Mainz habe seit 20 Jahren eine 1500 er - Habe den damals mit 18 komplett restauriert - Arbeite im Immobilienbereich und daher Heimschrauber.

Kann ein wenig schweissen, lackieren und verstehe was von Hydraulik. Dass sollte erstmal reichen.

Klar sind das Stehbolzen. Sorry,
War bei Schleifer - der meinte er hat 3/10 mm runtergenommen - aber das macht nichts bei dem alten Gusskopf. Schaden kommt von zu grosser Hitze und einer schlechten Dichtung.
Daher nun die Payen, die hat ja nen dickeren Stahlsteg zwischen den Zylindern.
Verschiede Dicken gibt es wohl nicht.
Er meinte auch die Bolzen muss man nicht wechseln, wenn sie gut sind.

Der eine , den ich mit mühe nur auf die 65nm drehen konnte soll ich nach Möglichkeit durch eine längere Schraube ersetzen, da die Sacklöcher oft tiefer gebohrt und mit Gewinde versehen sind als die Gewindestangen. Muss mal sehen welche masse und Gewinde die Orignalen haben.

hoffe der Kleie Fährt bald wieder
ciao

Re: Zylinderkopf Schrauben wechseln?

Verfasst: 23. Aug 2018, 08:03
von Brüchi
Hi Tom

Ne, ne. Einen Stehbolzen durch eine Schraube ersetzen? Dann auch noch ne längere?
NEIN !!!
Schau doch zuerst, welches Gewinde defekt ist: ich behaupte immer noch: von der Mutter.
Das Gewinde der Stehbolzen (unten) und der Sacklöcher ist ist absolut ausreichend und geht NORMALERWEISE nicht kaputt.
Aber wie gesagt: alle Gewinde und Sacklöcher ordentlich säubern !!!

Re: Zylinderkopf Schrauben wechseln?

Verfasst: 23. Aug 2018, 10:06
von Tom2107
Okay - werde das mal prüfen wobei meine Muttern neu waren - Ein Freund, der Werksobermeister in einem sehr grossen Maschinenbaubetrieb ist will sich das ganze mal ansehen. Weiss nur dass ich beim Anziehen der Mutter des mittleren Stehbolzens beim 2 Zylinder gerade so die 65 nm geschafft habe und irgendwie ich dachte noch mehr geht nicht sonst ist es ab. War ev. auch der Fehler der zum Durchbrennen der billig Dichtung führte.

Danke -ciao

Re: Zylinderkopf Schrauben wechseln?

Verfasst: 23. Aug 2018, 10:43
von Brüchi
....schrieb ich doch schon oben: neue Muttern KÖNNEN zu weich sein ! Dazu noch zu weiche Unterlagscheiben = Müll.

Re: Zylinderkopf Schrauben wechseln?

Verfasst: 23. Aug 2018, 12:28
von Markus Simon
Wie schon geschrieben - meistens sind die Muttern/U-Scheiben Müll , selten die Bolzen und ganz selten das Gewinde im Block

wenn du es ganz gut machen willst kauf dir ein ARP Kit
zb.
https://www.bar-tek-tuning.de/bmc-trium ... linderkopf

Re: Zylinderkopf Schrauben wechseln?

Verfasst: 29. Aug 2018, 13:48
von Tom2107
Hallo,
nun ist alles auseinander.

bei mir ist ein Bolzen an den Muttern durchgedreht - neu bestellt. Hoffe das wars.
Habe original Muttern und Unterlegscheiben .- Würde sie auch denke ich wenn dann durch VA ersetzen - müssten dann ja auch härter sein .

danke Ciao

Re: Zylinderkopf Schrauben wechseln?

Verfasst: 29. Aug 2018, 14:06
von marc
Das würde ich nicht machen, man kombiniert kein brüniertes oder verzinktes Material (Stehbolzen) mit A2 oder A4. Wahrscheinlich hat jemand eine Mutter mit geringerer Festigkeit auf die Bolzen gedreht oder metrisch. Die originalen Stehbolzen sind eigentlich hochwertig und robust. Aber die normalen UNF Muttern schaffen die 50Nm nicht. Ich habe noch nie erlebt, dass Stehbolzen defekt sind. Immer nur die Gewinde in den Sachlöchern oder die Muttern.

Re: Zylinderkopf Schrauben wechseln?

Verfasst: 29. Aug 2018, 14:15
von Brüchi
Hi Tom
1 neuer Bolzen : ok.
VA Muttern ? NEIN !!!

Das passt nicht, das Edelstahl ist zwar hart, aber auch spröde. Aus gutem Grund nimmt man ja auch keine VA Schrauben/Muttern für das Fahrwerk usw...

Nochmals: es gibt gehärtete Muttern (und U-Scheiben) z.B. beim Bastuck.
Oder bei den Teilehändlern für Mini ( den richtigen, nicht diese neumodischen Karren von BMW).

Net rumwurschteln.....richtig machen !!!! :happywink: :happywink: :happywink: