Wie stramm darf ein neues Diff. sein?

Alles rund um die hohe Kunst der Schaltakrobatik sowie Instandsetzung der Getriebeeinheit und Achsen
Antworten
Inazuma

Wie stramm darf ein neues Diff. sein?

Beitrag von Inazuma »

Hallo Leute,

wie stramm darf eigentlich ein neues/überholtes Differential sein? Ich meine damit, dass ich im ausgebauten Zustand beim Drehen an den Flanschen schon einiges mehr an "Kraft" aufbringen musste als bei einem alten Diff. Ausserdem hatte ich dass Gefühl, dass es sich nicht mit einem absolut gleichen Widerstand drehen lässt, sondern, dass man quasi von Zahn zu Zahn gedreht hat und man hörte immer ein feines und dumpfes KLICK...KLICK...KLICK. Fakt ist, dass ich dass beim Händler ausgetestet habe und definitiv alle Diffs. sich so stramm angefühlt haben. Mein Diff. ist jetzt nämlich seit ca. 5000 km drin und man merkt beim Drehen an der Achswelle auch noch immer wie man von Zahn zu Zahn fällt. Beim Fahren ohne Dämmung an der Tankrückwand äussert sich das akustisch durch eine Art dumpfes Rumpeln wenn man vom Gas geht und nur rollen lässt. Bei geöffnetem Verdeck hört man nichts davon! Wie lange braucht ein neues Diff. (Teller und Kegelrad sind bei diesen Teilen auch neu!!!) bis es sich "eingelaufen" hat und die Komponenten im Diff. sich optimal aufeinander eingespielt haben?

Auch ja: darf ein Diff. nach ca. 50 km ordentlicher Landstraßenfahrt auch mal so heiß werden, dass man nicht länger als 2 Sekunden dran fassen kann???

Gruss
Christian
Benutzeravatar
Juergen Schroeder
Super - Member
Beiträge: 241
Registriert: 17. Sep 2006, 19:39
Wohnort: Graz

Beitrag von Juergen Schroeder »

Hallo,
ein Diff läuft sich nicht ein, das Einlaufen wird schon bei der Herstellung vom Teller und Kegelrad erledigt.
Jürgen
benno

Beitrag von benno »

ich glaube auch, dass da was nicht stimmt. Auch wg. der starken Erwärmung nach 50km.
Inazuma

Beitrag von Inazuma »

...und warum sind die neuen Diffs. alle so stramm und die Alten alle so "leichtgängig", dass man die fast durch pusten andrehen kann? Muss doch was damit zu tun haben, dass sich die Komponenten aufeinader einspielen und alles etwas lockerer wird???
Benutzeravatar
tom
Administrator
Beiträge: 311
Registriert: 12. Sep 2006, 22:52
Wohnort: München
Kontaktdaten:

Re: Wie stramm darf ein neues Diff. sein?

Beitrag von tom »

Inazuma hat geschrieben: Auch ja: darf ein Diff. nach ca. 50 km ordentlicher Landstraßenfahrt auch mal so heiß werden, dass man nicht länger als 2 Sekunden dran fassen kann???

Gruss
Christian
2 Sek ist lange, wenn das richtig heiss ist, gebe ich Dir nur Bruchteile von Sekunden. Messe einfach mal die Temp (mit einem Infarot Thermometer)

Tom
Life is too short to drive boring cars!
Benutzeravatar
Rorei
Überflieger
Beiträge: 2123
Registriert: 16. Sep 2006, 20:53
Wohnort: 82140-Olching
Kontaktdaten:

Beitrag von Rorei »

Juergen Schroeder hat geschrieben:Hallo,
ein Diff läuft sich nicht ein, das Einlaufen wird schon bei der Herstellung vom Teller und Kegelrad erledigt.
Einspruch, im Diff. können sich z.B. die Anlaufscheiben der Ausgleichskegelräder einlaufen. Lt Montageanleitung soll das Spiel auf Null gebracht werden. Jeder Mechaniker ist schnell in der Lage ein Spiel auf Null zu bringen, du darfst nur einmal raten wie.
Gruß Roland
Spiti-MK4-1300 ( Bj.73 ) und Vitesse MK1-Convertible ( Bj.67 ) www.rolands-triumph.de
Inazuma

Beitrag von Inazuma »

...keine Ahnung! Wie?
Benutzeravatar
Rorei
Überflieger
Beiträge: 2123
Registriert: 16. Sep 2006, 20:53
Wohnort: 82140-Olching
Kontaktdaten:

Beitrag von Rorei »

Hallo Inazuma,
die Anlaufscheiben der Ausgleichskegelräder sind in 9 verschiedenen Stärken erhältlich. Da eine Überholung so schnell und billig wie möglich sein soll, hält sich der Mechaniker vermutlich nicht lange damit auf die optimale Stärke raus zu messen sondern nimmt die strengste Scheibe die er rein bekommt. Dadurch zwickt es natürlich beim Durchdrehen einige Zeit.
Gruß Roland
Spiti-MK4-1300 ( Bj.73 ) und Vitesse MK1-Convertible ( Bj.67 ) www.rolands-triumph.de
Inazuma

Beitrag von Inazuma »

Moin Roland,

Aha! ...und wann sollte es sich in der Regel normalisiert haben??? Bei meinem "zwickt es" nunmehr seit bestimmt 4000 km!
Benutzeravatar
Rorei
Überflieger
Beiträge: 2123
Registriert: 16. Sep 2006, 20:53
Wohnort: 82140-Olching
Kontaktdaten:

Beitrag von Rorei »

Hallo Christian,
das wissen nur die Götter, das wirkt sich auch nur bei Kurvenfahrt aus.
Gruß Roland
Spiti-MK4-1300 ( Bj.73 ) und Vitesse MK1-Convertible ( Bj.67 ) www.rolands-triumph.de
Benutzeravatar
Juergen Schroeder
Super - Member
Beiträge: 241
Registriert: 17. Sep 2006, 19:39
Wohnort: Graz

Beitrag von Juergen Schroeder »

"Einspruch, im Diff. können sich z.B. die Anlaufscheiben der Ausgleichskegelräder einlaufen"
-> Hi Roland, Du hast damit natürlich Recht.

Allerdings hieß es, daß das "klack klack" beim Drehen auch an dem Achswellenflansch auftritt (hab ich so verstanden?). Und da gibt es keine Anlaufscheiben die sich einlaufen können, sondern nur Teller- und Kegelrad und die beschriebenen Einstellscheiben in verschieden Stärken (die aber keine Anlaufscheiben sind und sich daher auch nicht einlaufen können).
:THINK:
Viele Grüße, Jürgen
Antworten