knirschen an der Hinterachse

Alles rund um die hohe Kunst der Schaltakrobatik sowie Instandsetzung der Getriebeeinheit und Achsen
nickscott

knirschen an der Hinterachse

Beitrag von nickscott »

Hallo,

seit einiger Zeit muß ich immer so ein metallisches Knirschen/ Knacken an der Hinterachse feststellen.

Es kommt immer nach dem abbremsen und anschließendem anfahren vor oder wenn man rückwerts anfährt oder anschließen wieder vorwärts anfährt.

Es scheint als ob es bei einem Zug/Schubwechsel stattfindet. (richtig Formuliert? :oops: )

Was könnte es denn sein? Es ist nicht das typische klacken der Kreugelenke.
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Rorei
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Beitrag von Rorei »

Hallo nickscott,
schau doch mal von unten alle Gummielemente deiner Hinterachse an, also in der Feder , am Diff. und den Schubstreben. Achte außerdem auf lockere / fehlende Schrauben und Muttern.
Gruß Roland
Spiti-MK4-1300 ( Bj.73 ) und Vitesse MK1-Convertible ( Bj.67 ) www.rolands-triumph.de
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Andi
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Beitrag von Andi »

Das kann nun wirklich alles mögliche sein.
Diff,Radlager,Bremse,Kreuzgelenke oder bei Kardanwelle mit den Blättchen diese usw.
Erst mal aufbocken und horchen ums einzukreisen.
Harry
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Beitrag von Harry »

:mrgreen:

Hi Nick,

neben den obengenannten würde ich vor allem die Bremsanlage genau unter die Lupe nehmen.
Meine eigenen Erfahrungen:
Gebrochene oder überdehnte Rückholfedern. Fehlende Haltefedern der Beläge. Fehlende Federn am Handbremsseil (an der Ankerblatte "ausgerissen"). Falsch zusammengesetzte Radzylinderbefestigung. Und als Höhepunkt: eine Bremsankerplatte die sich mit ein bischen Gewalt auf dem Radlagergehäuse hin und her drehen ließ. Alle 4 Schrauben nicht richtig angezogen aber schön mit den Sicherungsblechen "gesichert"!!!!

mfG
Harry
nickscott

Beitrag von nickscott »

Danke für die Antworten,

ich werd die Punkte noch mal prüfen.

Drunter geschaut habe ich schon. Auf den ersten Blick konnte ich nichts entdecken. Schrauben noch alle dran und fest. Und auch sonst konnte man mit der bloßen Hand nichts feststellen.

Es kommt auch nicht vor wenn man den Wagen mit der Hand vor und zurück schiebt. Es scheint nur zu sein wenn die Hinterräder Antriebskraft übertragen. Nur bei der Bodenfreiheit kann man beim anfahren nicht wirklich drunter liegen.

Ist etwa ein leichtes Knirschen an der Achse normal? Ich hab mir die Konstruktion der Antriebseinheit mal bisschen genauer am WE angeschaut und finde die Punkte wo die Achse mit der Karosse verbunden ist schon ein wenig mager. Bin aber in der Sache nicht wirklich ein Spezialist.

Grüße an alle
Jerry

Beitrag von Jerry »

Hey Nick,

beim Anfahren drunter liegen ist wirklich etwas knapp :lol:
Aber wenn Du die Achse hinten auf 2 Böcke stellst kannst Du prima drunter liegen und hoffentlich das Geräusch unter Last heraushören.
Und Du brauchst noch nicht mal hinterher zu krabbeln :lol:

Grüße
Martin
Harry
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Beitrag von Harry »

:mrgreen:

:shock: :shock: :shock: :?

Bitte Nicht tun!!!

mfG
Harry
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Brownie
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Beitrag von Brownie »

Jerry hat geschrieben:Hey Nick,

beim Anfahren drunter liegen ist wirklich etwas knapp :lol:
Aber wenn Du die Achse hinten auf 2 Böcke stellst kannst Du prima drunter liegen und hoffentlich das Geräusch unter Last heraushören.
Und Du brauchst noch nicht mal hinterher zu krabbeln :lol:

Grüße
Martin

Welches Geräusch unter welcher Last meinst du denn?

Vielleicht das Geräusch des zerbrechenden Gesichtes unter der Last des Wagens??? :NONO:

Gruß Andreas
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nickscott

Beitrag von nickscott »

Jerry hat geschrieben: Aber wenn Du die Achse hinten auf 2 Böcke stellst kannst Du prima drunter liegen und hoffentlich das Geräusch unter Last heraushören.
Und Du brauchst noch nicht mal hinterher zu krabbeln :lol:
Das werde ich wohl lieber sein lassen.
Wenn die Räder frei hängen wird an der Achse auch nicht wirklich eine Schub/Zugkraft hergestellt.

Ich geh inzwischen davon aus, daß irgendwo eine verbaute Gummimuffe verschlissen ist und dadurch beim verwinden des Fahrwerks irgendwo Metall aufeinander reibt.

Nur läßt sich schwer beurteilen wie dringend eine Reperatur ist. Hab jetzt keine Lust über die kurzen Sommermonate die Hinterachse raus zu bauen. Würde diese Arbeit lieber auf den Winter legen. Jetzt will ich ja fahren mit dem guten Stück....
nickscott

Beitrag von nickscott »

Kann jemand zu dieser Aussage noch seine Meinung abgeben?
nickscott hat geschrieben: Ist etwa ein leichtes Knirschen an der Achse normal? Ich hab mir die Konstruktion der Antriebseinheit mal bisschen genauer am WE angeschaut und finde die Punkte wo die Achse mit der Karosse verbunden ist schon ein wenig mager. Bin aber in der Sache nicht wirklich ein Spezialist.
Grüße an alle
Ich würde gern mal eine Meinung dazu hören von Leuten die sich doch mehr in der Thematik auskennen.


Grüße an alle...
Harry
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Beitrag von Harry »

:mrgreen:

Hi Nick,

Wenn Du mal hinter deinen Sitzen unter den Teppich schaust, siehst Du das die Punkte wo die Schubkräfte in die Karrosserie eingeleitet werden gar nicht sooo mager sind.

mfG
Harry
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Brownie
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Beitrag von Brownie »

Moin,
meiner Meinung nach trotzdem ne blöde Idee die Schubstreben gegen die Karroserie abzustützen. Wenn die Tommys das damals richtig gemacht hätten würden die an den Rahmen gehen....aber was solls? Wer fährt schon seinen Spiti nur weil er so klever konstruiert wurde? :multilol:
Ich nicht.
Wegen dem Knacken und Knirschen: Würde im Winter einfach mal die Hi-Achse neu Ausbuchsen, dazu Blattfeder überholen, wenns dann immer noch da ist weiß ich auch nicht weiter. Vielleicht Diff wie die anderen schon meinten??
Die Schrauben an Antriebs- und Kardanwelle würd ich auch mal genauer prüfen, u.U. mit nem Schlüssel auf festen Sitz kontrollieren, nicht nur mit den Fingern :lol:

Gruß Andreas
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Jerry

Beitrag von Jerry »

Hallo,

ich wüßte nicht, was dagegen spricht, sich unter ein vernünftig aufgebocktes Auto zu legen? Sollten sicherlich gute Böcke sein und nicht unbedingt Selbstbau o.ä.
Wenn diese Böcke unter den Achsrohren stehen, steht zumindest die Achse unter Last. Wenn sich dann nichts ermitteln läßt kann man ja weiter suchen.
Man kann´s ja auch auf der Hebebühne machen. Wenn man eine hat.
Ebenfalls 2 Böcke oder Getriebeheber unter die Achse, Gang einlegen und losgefahren.
Ich würde es so machen, soll aber keine Anleitung für andere sein.
Man kann natürlich im Winter auch alles austauschen.Irgent etwas wird`s schon sein.

Good Luck

Martin
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tomsail
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Beitrag von tomsail »

hallo jerry,

wenn du mir am spitfire achsrohre zeigst, zahl ich dir in ebenweiler nächstes jahr ein bier...

evtl. meinst du die antriebswellen.... die drehen sich aber wenn man losfahren will.
auf die stossdämpferaugen wür ich nichts auflegen und auf die radlagergehäuse... da wird man schlecht auflegen können.
auf den unteren querbolzen des achsträgers (der nach hinten zum stossdämpfer rausgeht) vielleicht....aber eher nicht.

beim versuch auf den längszugstreben aufzulegen, wirst du diese wohl töten... aber zumindest die sind aus rohrmaterial.

"die achse" gibts so beim spitfire nicht. es ist eine "radaufhängung"

grüße
thomas

p.s.: wo willst du hier "auflegen"?:
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Brownie
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Beitrag von Brownie »

Hallo Tomsail,
kurze Zwischenfrage:

Will meine Blattfeder demnächst auch mit diesem Mike Sanders Fettband einwickeln. Auf deinem Bild kann ich nicht erkennen wie du die Enden links und rechts gegen Wiederaufdröseln gesichert hast. Ok, am Anfang kann ich es einfach überwickeln, aber was mach ich am Ende der Wicklung?
Oder klebt das Zeug so sehr das es von alleine hält?

Gruß Brownie
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