Chassislack und Stabi hinten

Alles rund um die hohe Kunst der Schaltakrobatik sowie Instandsetzung der Getriebeeinheit und Achsen
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RR69H
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Chassislack und Stabi hinten

Beitrag von RR69H »

Hallo Jungs und Mädels,

nachdem ich dank euch jetzt weiß, wie man ein Auto mit Rahmen aufbockt (meine bisherigen Autos hatten sowas nicht :oops: ), habe ich mich nach einem Blick auf die von der italienischen Sonne gequälten Gummis meines MK3 Italienimports mal flott zur kompletten Achsüberholung entschieden. Da ich nun das Komplettprogramm angehe, habe ich schonmal angefangen, die VA zu zerlegen.

Was mich jetzt beschäftigt, ist die Frage, wie die Achsteile ab Werk aussahen. Von außen habe ich sie sandgestrahlt und bereits grundiert, nun die Frage: Kommt da glänzender oder matter Lack drauf?

Ich war letzte Woche in GB und hatte das Vergnügen, zwei fast identische Spits mit Polybush Buchsen probezufahren. Der eine hatte die rote Version, der andere die blaue. Der Unterschied ist marginal, aber bei flotter Fahrweise schon spürbar, sodass ich mich für die roten entschieden habe.

Die Autos waren allerdings beides 1500er mit Swing Spring, frisch überholtem Fahrwerk mit Seriendämpfern und dem HA Stabi von Moss. Da ich leider noch nie einen serienmäßigen MK3 gefahren habe (meiner ist noch nicht fahrbereit), hier nun die Gretchenfrage: Wie sehr unterscheidet sich die "suicide axle" in meinem MK3 von der o.g. Version im Handling?
Mit dem Stabi lagen die beiden Autos ganz fantastisch auf der Straße und auch bei wilderen 70 Mph-Hackenschlagen keine Spur von gefährlichem Ausbrechen, aber mit einer sanften, gut kontrollierbaren Übersteuerneigung. Nun die Frage, ob man sowas braucht für den engagieren Straßeneinsatz oder ob das vielleicht zu viel des Guten ist... Gibt's hier Erfahrungswerte?
Es grüßt,
der Felix

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superspitchris
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Beitrag von superspitchris »

Die Swingspring des 1500ers neigt nicht so schnell zum Einklappen der Hinterräder, das ist schon besser als die MK1-3 Achse,allerdings kommt das natürlich auf deine Fahrweise an! In der Regel werden Spitfires heute nicht mehr "Grenzwertig" bewegt, da reicht das normale Fahrwerk sehr gut aus
Gruss Chris
Ach ja, die Fahrwerksteile waren ab Werk Mattschwarz
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Dani Senn
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Beitrag von Dani Senn »

Ich hab am MK I den Stabi drunter, aber ich bin vom Verwendungszweck meines Autowagens her kein Massstab. Betrachtet man mein Video Bergrennen Turkheim, wer weiss was da ohne Stabi passiert wäre.
http://www.spitfire4.ch Photoalbum Bergrennen Dani
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Brüchi
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Beitrag von Brüchi »

Hi Felix
Da gibt es soooo viele Faktoren, das kann man eigentlich kaum miteinander vergleichen.
Ganz simple gesagt, die MK 3 Hinterachse ist etwas "weicher" als die des ^1500er und die Blattfederaufnahme ist etwas anders (weiss Du ja schon).

Alle anderen Faktoren, von den Reifen, Blattfederzustand, Sturz, Luftdruck , Stossdämpfer usw.... verändern das Fahrwerk mehr oder weniger.

Somit musst Du dich fragen: WAS will ICH ?
Soll der Wagen möglichst original sein, dann hat da ein Stabi hinten nichts verloren! Dann kann man das Fahrwerk aber immer noch beeinflussen, siehe oben.

Willst Du möglichst schnell um die Kurven brettern, dann kannst Du je nach Geldbeutel oder Lust und Laune in die tunig- Kiste greifen. Bis hin zur Rotoflexachse, oder Stabi, oder sonstwas.

Bei meinem Mk 3 stört mich die "empfindliche" Hinterachse auch ein wenig, trotz guter Blattfeder und neuen Stossdämpfern (155er Reifen). Da würde ich aber höchstens die etwas breitere 1500er Achse einbauen, mehr nicht.
Derzeit hab ich breitere Reifen drauf (175er) , die kommen aber wieder runter.

Grüßlis, Brüchi

P.S. Bitte nicht vergessen: je härter die Fahrwerksbuchsen, umso mehr leidet die Karosserie drunter!
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RR69H
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Beitrag von RR69H »

Vielen Dank für eure Einschätzungen. Die interessante Überlegung war, während der HA-Überholung direkt in die Vollen zu greifen. Mir fehlt einfach der Vergleich: Ich restauriere den Wagen seit nunmehr fast drei Jahren, einen MK3 bin ich allerdings noch nie gefahren.

Zum Thema Fahrstil und Originalität: Im Sommer fahre ich mit 55 PS in einem 1,6t Mercedes durch die Gegend und beschwere mich nicht. Bild
Am Rennsport will ich ebensowenig teilnehmen wie an wochenendlichen Burnoutversuchen der Dorfjugend auf dem Mc Donald's Parkplatz. Was ich aber will, ist halbwegs sicher (im Rahmen der Möglichkeiten) unterwegs sein. Daher auch die Wahl der roten Buchsen: Mein völlig subjekiver und daher nicht repräsentative Eindruck war, dass das Handling einen Tick kommunikativer war. Schauen wir mal. Erstmal zusammenschrauben, dann weitersehen.

Ich nutze meinen Urlaub dann mal sinnvoll und tunke die Achsteile in mattschwarze Farbe (danke, Chris!).
Es grüßt,
der Felix

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Brüchi
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Beitrag von Brüchi »

Hi Felix
Dann rate ich Dir, den Wagen vorerst mal relativ original zusammen zu bauen.
Sollte Dir das Fahrverhalten dann irgendwann zu lasch sein, kannste immer noch die Hinterachse verbessern.

Grüßlis, Brüchi
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Dani Senn
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Beitrag von Dani Senn »

Was schon einiges hilft hinten sind Gute Dämpfer oder etwas mehr negativer Sturz, dies erreicht man mit unterlegen von Distanzplatten
(zu beziehen bei www.canleyclassics.com) zwischen Diff und Blattfeder.
Bodeblääch Dänu
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RR69H
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Beitrag von RR69H »

Hallo Dani,

die Distanzplatten hatte ich auch schon in der Hand, vielleicht nehme ich sie beim nächsten Ausflug nach GB direkt mit. Hast Du eine Empfehlung, welche Dämpfer was taugen? Neue kommen da ja auf jeden Fall rein. Es stünden zur Auswahl:

- Originale von M&E
- NOS von Armstrong (war das überhaupt der Originalzulieferer?)
- Kayaba

Spax & Koni mögen zwar sehr gut sein, für den geplanten Einsatzzweck dürften die aber ein wenig zu viel des guten sein. Außerdem recht teuer.

Preislich interessant sind die Kayabas. Ich hatte hier im Forum schon gelesen, dass die so schlecht wohl nicht sind, nur finde ich da in D nur die hinteren. Wild zwischen den Achsen zu mischen halte ich erstmal für eine ziemlich blöde Idee...
Es grüßt,
der Felix

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superspitchris
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Beitrag von superspitchris »

Ich fahr die Kayaba Dämpfer seit etwa 2 Jahren in meinem MK3 ( hab allerdings ne Swingspring),die sind recht komfortabel abgestimmt,etwas härter als die okinoolen, allerdings bei voller Beladung mag mein Auto keine langen Bodenwellen bei höheren Geschwindigkeiten. Wenn man das weiss ists aber auch kein Problem.Zur Haltbarkeit kann ich momentan noch nix sagen, wird sich noch rausstellen
Gruss Chris
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Reiner
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Beitrag von Reiner »

Hi Felix,

blaue Polys, Monroe's und verstärkte Feder = angenehmes Fahrverhalten. Allerdings jage ich nicht so das die Räder wegklappen. Konis und Spax sind mir zu hart und den Unterschied zwischen roten und blauen Polys - na ich weiß nicht :?
VG Reiner
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Dani Senn
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Beitrag von Dani Senn »

Originalausrüster war Girling und Armstrong.
Kayaba ist sicher eine günstige alternative zu Koni. Die Fertigungsqualität hat sich seit Einführung in Europa auch gebessert. Auch Monroe kann ich für die Strasse empfehlen.
Koni sind im oberen Preissegment angegliedert, Koni kann man aber nachstellen wenn die Dämpungskraft einmal nachlässt. Viel machen den fehler und stellen sie von Anfang an auf die härteste Stufe. Dies ist aber nicht Sinn und Zweck des Herstellers als er ein verstellbares Bodenventil einbaute. Spax war mal ein Top Renndämpfer, für die Strasse im Alltagsverkehr aber reine Show, sind aber in der Entwicklung stehen geblieben, inzwischen haben andere Hersteller bessere Produkte (AVO/Sjöberg)
Zu den Unterlagen, mann muss ja nicht gleich die für 3 Grad neg. Sturz nehmen, so 1 -2 Grad reichen um dem Spiti manieren beizubringen,denn ab 2 Grad sollte man dann auch die Vorderachse auf das neue Fahrverhalten abstimmen, sonst wird's dann auf die andere Seite gefährlich.
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alex0469
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Beitrag von alex0469 »

Ich habe im Spitti letzes Jahr die Monroe neu verbaut die sind mir aber zu weich. In der Limo hab ich die Kayaba verbaut die Gefallen mir vom verhlaten besser die sind ein wenig härter.

Gruß Alex
[img]http://www.world-of-smilies.com/html/images/smilies/auto/burnrubber0.gif[/img]
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Brüchi
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Beitrag von Brüchi »

Hallöchen
Hab auch bei meinem MK 3 hinten die Monroe drin, sind mir auch ein bischen zu weich.
Kann daher nur zu Koni's raten, die naderen Dämpfer kenn ich nicht.

Grüßlis, Brüchi
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RR69H
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Beitrag von RR69H »

Danke für die Tips, ich habe mich vorerst für die Seriendämpfer von Armstrong entschieden und werde ein anderes Fabrikat mal ausprobieren, wenn der Wagen fährt.

Ihr habt völlig recht, man sollte es Stück für Stück angehen.

/away, um mit blitzenden Neuteilen die Achsen zusammenzuschrauben.
Es grüßt,
der Felix

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Feuerkopf-6

Hinterachsstabi und Swingspring

Beitrag von Feuerkopf-6 »

Schönen guten Abend,

eigentlich war ich ja auf der Suche nach interessanten Artikeln über Reifengrößen, Felgen u.s.w. betreffend des H- Kennzeichens. (also was ist erlaubt und was geht gar nicht?!)

Jetzt bin ich aber über Dinge wie Hinterachs- Stabi und Swing- Spring gestolpert.... Das erweckte auch gleich mal Interesse.

Ist die besagte Feder die normale Blattfeder oder was anderes? Und wenn ja, wie sieht sie aus und wie funktioniert sie. Gibt es irgentwo Bilder von dem Teil?

Die gleiche Frage habe ich zu dem besagten HA- Stabi. Wie wird der eingebaut, wie sieht er aus und wie funktoniert das Ding?

Kann es sein, dass es jener hier ist?

http://members.cox.net/spitlist/CamberCompensator.html


Erst mal fröhliche Weihnachtsgrüße,

Björn
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